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Peter Gastberger: Affektkontrolle – denn wer bremst hat schon gewonnen.

Eventuell haben Sie das schon einmal erlebt, dass Sie manches getan oder gesagt haben und es im Anschluss bereut haben, weil Sie es eigentlich so nicht wollten? Oder auch umgekehrt. Wenn Sie sich an manche zurückliegenden Begebenheiten erinnern, wäre es wohl besser gewesen wenn Sie da und dort etwas anderes gesagt oder getan hätten. Was uns da passiert ist, dass wir aus dem Affekt gehandelt haben. Da wäre es wohl von Vorteil, wenn wir unsere Affekthandlungen steuern könnten. Wenn wir das trainieren, und das ist durchaus möglich, dann sind wir schon einen großen Schritt weiter, um mit den richtigen Handlungen und Wörtern zum richtigen Zeitpunkt erfolgreicher zu sein.  

Affekt kommt aus dem Unterbewusstsein

Affekthandlungen kommen aus dem Unterbewusstsein. Wie wir wissen, wird der Großteil unseres Handeln und Denkens von unserem Unterbewusstsein gesteuert. Manche Studien sagen, das über neunzig Prozent von unserem Unterbewusstsein gesteuert werden. Und das ist auch gut so, denn die Aufgabe unseres Unterbewusstseins ist uns tägliche Aufgaben abzunehmen. Wie rasches Handeln, ohne viel darüber nachdenken zu müssen. Denn viele Reaktionen und Verhaltensweisen kommen tatsächlich noch aus der Steinzeit. Wenn ein großes Tier uns gegenüberstand und uns fressen wollte, dann war da nicht viel Zeit darüber nachzudenken, ob wir nun eine Pro und Kontra Liste erstellen sollen, was denn nun besser sei. Das Unterbewusstsein hat uns diese Aufgabe abgenommen. Eben handeln im Affekt. Und in der modernen Welt unterstützt uns das Unterbewusstsein bei alltäglichen Entscheidungen wie das Zähneputzen, das Autofahren und so weiter. Doch noch viel mehr. Das Unterbewusstsein hat auch Einfluss in wie wir unsere Welt sehen und modelliert unsere Glaubenssätze. Daraus entsteht auch unsere Leistungsfähigkeit und die daran verknüpften persönlichen Erfolge.

Was ist ein Affekt?

In der Psychologie spricht man beim Affekt von einer besonderen Qualität des Fühlens. Affekte sind immer spontan auftretende Gefühlszustände die aber auch genauso schnell wieder weggehen als sie gekommen sind. Eine plötzlich auftretende Wut die uns dazu verleitet mit Gegenständen zu werfen, oder spontane Freude die uns zum Lachen animiert, sind Affekthandlungen. Im Gegensatz dazu sind unsere Ängste wie zum Beispiel die Eifersucht ein Gemütszustand. Diese haben ein komplexeres Motiv und sind nicht spontane Gefühle. Wenn Sie sich aber näher damit auseinandersetzen möchten, so möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass in der Psychologie der Begriff des Affekts noch umstritten ist. Vielmehr wird der Begriff Emotion bevorzugt. Mir persönlich gefällt aber der Begriff Affekt und möchte gerne dabei bleiben. Nun wollen wir herausfinden warum es denn manchmal klüger ist unsere Affekthandlungen einzubremsen.

Die eigenen Affekte bremsen

Da Affekte spontane Reaktionen sind, müssen wir diese als erstes auch als solches identifizieren. Kommt also eine heftige Emotion wie Wut oder Trauer in uns hoch, dann wäre es besser, anstatt sie sofort auszuleben und mit der Faust auf den Tisch zu schlagen, sich bewusst zu machen woher diese Emotion kommt. Im Prinzip sollten Sie lernen sich selbst wieder zu spüren wenn Sie Ihre Emotionen im Griff haben möchten. Hören Sie in sich hinein. Oder noch besser gesagt, hören Sie sich genau zu.

Werden Sie zum Fels in der Brandung. Zum Alpha Leader

Gleich zu Beginn kann ich Ihnen schon folgendes versprechen. Wenn Sie lernen mit Ihren Affekthandlungen umzugehen, erlangen Sie erstens für Sich dadurch eine viel höhere Lebensqualität. Denn Sie können sich auf sich selbst verlassen, weil Sie sich selbst schon vorher in den jeweiligen Situationen einschätzen können, wie sie reagieren werden wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten.
Und Zweitens werden sie von Ihrem Umfeld auch als viel gefestigter und seriöser war genommen. Sie mutieren damit automatisch zu Siegertyp. Jemanden dem nichts aus der Ruhe bringt. Vielleicht haben Sie das auch schon mal erlebt. Wir treffen manche Menschen in unserem Leben und die beeindrucken uns. Selbst wenn wir sie nur kurz treffen. Das sind Menschen die gefestigt sind, in dem was sie tun und sagen. Es beeindruckt uns und wir folgen diese Persönlichkeiten aus einem Instinkt heraus. Dem Instinkt der Stabilität und der Ruhe. Lernen Sie also mit Ihren Affektemotionen umzugehen, werden sie automatisch der Fels in der Brandung nach dem sich alle sehnen, und denen sich andere sehr gerne anschließen. Und um das zu werden, gibt es ganz einfache Übungen.

5 Punkte um die Affekthandlungen in den Griff zu bekommen

Hier fünf Punkte zum üben wie sie Ihre Affekte möglicherweise in den Griff bekommen können:

  1. Nehmen Sie sich 2 Minuten Zeit am Tag um einfach nur dazusitzen und Ihren Atem zuzuhören
  2. Nehmen Sie einen Gegenstand und betrachten Sie ihn genau. Das kann ein ganz gewöhnlicher Stift sein, der gerade vor Ihnen liegt. Aus was ist er gemacht? Welche Farbe hat er.
  3. Seien Sie für ein paar Minuten lang einfach nur still und hören sie, was sie hören. Gehen Sie auf die Geräusche ein und erkennen sie wie laut es ist, wenn es leise ist. Gehen Sie einfach mal eine
  4. Runde. Ganz egal wo hin. Einfach jetzt aufstehen und ein paar Minuten gehen, ohne Ziel.
  5. Essen sie eine Kleinigkeit und lassen Sie sich den Geschmack so richtig auf der Zunge zergehen. Nehmen Sie den Geschmack eindeutig war.

Diese Übungen kommen aus der inneren Achtsamkeit. Wenn Sie sich dafür näher interessieren, dem biete ich an sich im Internet über innere Achtsamkeit zu informieren. Ich freue mich aber auch über eine persönliche Zuschrift und oder begrüße Sie sehr gerne in einer meiner Seminare und Vorträgen.

Viel Spaß beim üben, um Ihre Affekte unter Kontrolle zu bringen.
Peter Gastberger 

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