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Stephan Wegerer: Gibt es Ihr Unternehmen in 10 Jahren eigentlich noch?

Wenn man sich einmal nur die letzten Handelsblatt Titel zu Gemüte führt, wie „Autozulieferern droht ein Fiasko“ oder „Deutscher Konjunktureinbruch gefährdet Gewinne der Banken“,dann müsste dem letzten Zweifler klar geworden sein, dass die goldenen Jahre nun leider vorbei sein werden.
Während das Umsatz-/oder Gewinnwachstum in den letzen Jahrzehnten immer kontinuierlich gestiegen ist, kommt es plötzlich zu einem Rückgang des Wachstums, dann zu einer Stagnation bevor die Zahlen plötzlich wie bei einem Wasserfall völlig zusammenbrechen.

Meine Frage lautet nun, wie werden die Unternehmer auf die Umstände reagieren?

Klassischer Impuls und gängige Praxis ist der Tritt auf die Bremse, also voller Fokus auf Kosteneinsparungen. Sicherlich ist das keine schlechte Idee, denn in Jahren des Wohlstandes baut sich fast immer eine ungesunde „Fettschicht“ auf, von der man sich durch eine nachhaltige Diät durchaus trennen sollte.
Wird das aber in unserer heutigen Zeit reichen, um den Wasserfall aufzuhalten?

Was genau ist denn der Grund, warum die Umsätze/Gewinne so plötzlich und radikal zurückgehen?

Ich glaube dieses mal gibt es eine radikale Marktbereinigung, die darin begründet liegt, dass sich manche Unternehmen besser und manche Unternehmen schlechter auf das digitale Zeitalter vorbereitet, oder dieses bereits komplett im Geschäftsmodell berücksichtigt haben.

Schon Peter Drucker stellte 1992 fest, dass „es in der Geschichte unserer westlichen Welt bisher alle paar hundert Jahre zu einer tiefgreifenden Wandlung gekommen ist“ und dass „sich in solchen Zeiten die ganze Gesellschaft innerhalb von Jahrzehnten vollständig umgestaltet.“

Unser heutiges digitales Zeitalter ist genau so eine Wandlungsphase!

Fraglich ist, ob die Unternehmer verstehen, dass sich die Zeiten radikal geändert haben und dass das bedeutet, dass ein „weiter wie bisher“, in welchem ich in meinem althergebrachten Geschäftsmodell verweile und hoffe das „die Zeiten wieder besser werden“, die denkbar schlechteste Idee ist.

Es ist ein evolutionäres Gesetz, dass derjenige der sich nicht an veränderte Umstände anpasst, dem Untergang geweiht ist. Sinnvoll wäre es nun also, neben Kosteneinsparungen, alle verfügbare Energie in strategisches Innovationsmanagement zu investieren und zu einem Unternehmen zu werden, dass für die sich verändernden Umstände optimal vorbereitet ist.

Veränderung geschieht immer nur durch Lust oder Leid. Wenn wir hier in Europa nicht schnell dazu kommen unsere Geschäftsmodelle aus der Stärke heraus (Lust) konstruktiv-kritisch zu überprüfen und anzupassen, oder gar komplett neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, dann werden wir unseren Wohlstand auf Dauer nicht halten können.

Bauen Sie sich schnell, durch z.B. digitale Geschäftsmodelle, weitere Standbeine auf, um Ihre Existenz als Unternehmen oder Unternehmensgruppe abzusichern.

Nutzen Sie die aktuellen „Goldgräberzeiten“ (unendliche, unerfüllte Kundenbedürfnisse gepaart mit spannenden, etablierten Zukunfts-Technologien) um entweder das existierende Unternehmen zu wandeln, oder neue Unternehmen zu etablieren.

Es bleibt also dabei: „Innovate or die!“

Profil von Stephan Wegerer

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