Home / Blog / Edith Reitzl: Warum Mitarbeiter oft keinen Bock mehr haben

Edith Reitzl: Warum Mitarbeiter oft keinen Bock mehr haben

Oft sind Mitarbeiter wütend und haben keinen Bock mehr. Sie sind demotiviert und all die positive Energie bei der Arbeit ist verlorengegangen. Was ist der Grund dafür?

In vielen Fällen kann der Auslöser ein Ritual oder eine liebgewonnene Gewohnheit sein, die ohne persönliche Kommunikation einfach „verordnet“ wurde. Zum Beispiel: Das Rauchverbot am Firmengelände, oder die Kaffeepause. Es gibt zahlreiche Beispiele und diese Verordnungen haben eine große Auswirkung auf das Firmenklima.

Menschen haben grundsätzlich keine Probleme Gewohnheiten und Rituale zu verändern oder ganz zu unterlassen, solange sie mit einer sinnhaften Begründung kommen. Viele dieser kleinen Rituale tragen wesentlich zu einem positiven Betriebsklima – oft mehr als man meinen möchte.

Keinen Bock mehr

Der Frust unter den Mitarbeitern entsteht, wenn es keine nachvollziehbaren Argumente für die Abschaffung von Gewohnheiten und firmeninternen Traditionen bzw. Ritualen. Oft spielt dies mit der Tatsache zusammen, dass die Mitarbeiter kein Mitspracherecht in der Entscheidung hatten und eventuelle Lösungsvorschläge nicht angehört wurden. Eine solche Vorgangsweise der Geschäftsleitung bringt Unruhe und die Mitarbeiter fühlen keine Wertschätzung ihnen gegenüber. Es hilft die Meinungen und Ideen der Mitarbeiter in solche Veränderungsprozesse miteinzubeziehen, um das Betriebsklima und die Produktivität der Mitarbeiter zu fördern.

Verordnete Maßnahmen

Die von Führungskräften einfach verordneten Maßnahmen zeugen von einem selbstherrlichen und nicht von einem demokratischen Führungsstil. Ein kooperativer Führungsstil, den eine gute Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern ausmacht, hat viele Vorteile für die Firma.

Für Führungskräfte ist es mehr als erstrebenswert einen gesunden Zugang und ein gesundes Kommunikationsklima mit den Mitarbeitern aufzubauen. Wenn die Produktivität der Mitarbeiter nachlässt und die Fluktuation steigt, dann lässt dies auf ein hohes Maß an Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern schließen. Die Frustration kann bereits im Firmenalltag beobachtet werden.

Verabschiedung

Zweifelsohne gibt es Gewohnheiten und Rituale, die langfristig gesehen nicht zum Wohle der Firma sind und deren Abschaffung ihre Berechtigung haben. Es ist ein Loslassen, das bewusst gemacht werden muss, denn für viele Mitarbeiter gehören lange gepflogene Gewohnheiten und Rituale zu deren Identität. Die Mitarbeiter spüren, dass etwas fehlt, etwas dass ihnen ein positives Gefühl gegeben hat. Diese Veränderung kann zu einem unruhigen und unzufriedenen Betriebsklima führen. Wichtig ist, dass dieser Prozess die Mitarbeiter miteinbindet und ihnen die Möglichkeit gibt diese zu verarbeiten.

Mitarbeiter, die keinen Bock auf ihre Arbeit haben, sind nicht förderlich, daher meine Anregung:

  1. Mitarbeiter in den Entscheidungsprozess miteinbeziehen
  2. Veränderung sinnhaft und verständlich erklären
  3. Abschaffungen von Gewohnheiten mit einer Verabschiedung begleiten

Denken sie an die Leere und Unzufriedenheit, die sie verspüren, wenn wichtige Menschen aus ihrem näheren Umfeld ohne Begründung und ohne Verabschiedung plötzlich verschwinden? Wie würden sie sich fühlen?

Profil von Edith Reitzl

Lust auf mehr Content?
Dann folgen Sie unserem Blog auf XING, um immer auf dem Laufenden zu bleiben

XING

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.