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Monika Matschnig: Begeistern und gewinnen Sie Mitarbeiter für sich – Charismatische Körpersprache für Führungskräfte

Die Anforderungen an die heutigen Führungskräfte sind vielfältig. Führungskräfte werden in ein Unternehmen gerufen und sie haben eine Performance zu erfüllen, also eine Vorstellung abzuliefern. Sie müssen den Erwartungen des Unternehmens gerecht werden. Je höher die Position einer Person ist, desto größer sollte die Contenance sein, umso professioneller müssen Führungskräfte ihre geforderte Rolle ausfüllen.

Doch häufig höre ich von Führungskräften: „Ich verbiege mich nicht! Ich bin, wie ich bin. Ich bin authentisch.“ Denn niemand möchte unter Inszenierungsverdacht stehen. Aber ist das wirklich das Erfolgsrezept? Schon Helmuth Plessner sagte sinngemäß „Nichts ist künstlicher als der Mensch.“
Führungskräfte sollten in vielen Situationen nicht authentisch sein, sondern authentisch wirken. Allerdings: Authentizität benötigt immer einen Beobachter. Die Mitarbeiter, Kunden, Partner und Vorgesetzten müssen sagen „Der wirkt echt“, „Der wirkt glaubwürdig“, „Der wirkt authentisch“. Wenn Ihnen das gelingt, haben Sie gewonnen.
Ihr Gegenüber stellt sich unbewusst immer zwei Fragen: 1. „Wirkt er authentisch?“, und 2. „Spricht er zu mir?“ Von diesen zwei Fragestellungen hängt es ab, ob Sie Ihr Ziel erreichen, Menschen überzeugen und für sich gewinnen.

Was können Sie körpersprachlich dafür tun? Schauen wir uns einige Punkte an:

Nonverbale Verbindung

Als statushöhere Person haben Sie die Aufgabe, einen größtmöglichen Gleichklang mit dem
Mitarbeiter herzustellen. Eine nonverbale Verbindung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Kommunikation. Aber Vorsicht! Es gilt, sich einfühlsam und mit Respekt an die Körpersprache einer anderen Person anzupassen. Versuchen Sie, einen synchronen Bewegungsrhythmus zu erreichen. Passen Sie sich dem Rhythmus Ihres Gesprächspartners an. Neigt er zu größeren Schritten, machen auch Sie größere Schritte. Verwendet er dezente Gesten, erschlagen Sie Ihr Gegenüber nicht mit ausladenden Handbewegungen. Wollen Sie direkt im Gespräch eine gute Wellenlänge erreichen, versuchen Sie das sogenannte verschobene Spiegeln: Führen Sie die gespiegelte Geste einen Takt später aus, am besten, wenn Sie zu sprechen beginnen. Spiegeln Sie selektiv und machen Sie nur Gesten, die auch zu Ihrem Typus passen. Und niemals alles spiegeln – das nennt man veräppeln.
Ist Ihr Gegenüber nervös oder gestresst? Dann sollten Sie ihn oder sie nicht spiegeln, sondern bewusst ruhiger und langsamer sprechen, bedächtige Gesten verwenden und dadurch Führung übernehmen.
Nonverbale Verbindung ist Macht. Besteht keine Verbindung, dann erreichen Sie nichts. Merken Sie sich: Menschen mögen Menschen, die so sind, wie sie gerne sein wollen!

Präsentation

Viele Vorträge von Führungskräften sind ein „alltägliches Drama“ für Kollegen und Mitarbeiter. Noch immer leben viele das Motto „Folienschlacht gewonnen, Zuhörer eingeschlafen“. Nichts ist einschläfernder als eine Führungskraft, die sich hinter einem Rednerpult verbarrikadiert oder sich an Notizen festklammert. Ihre Hände sind dazu da, dass sie das Gesagte unterstreichen. Worte wirken ums zwölffache stärker, wenn Sie diese mit
Gesten unterstreichen!
Wollen Sie Ihre Gesten wirkungsvoll einsetzen, dann es üben, üben und nochmals üben.

Begeisternd Wirken

Führungskräfte haben nicht nur die Aufgabe zu informieren, sondern auch, die Mitarbeiter zu begeistern. Führungskräfte müssen mit vollem emotionalem Einsatze ihre Mannschaft
erobern. Ohne Enthusiasmus hat eine Führungskraft über kurz oder lang verloren. Es ist ein Irrglaube, dass nur die „Sache“ im Vordergrund steht. Ihre Mitarbeiter sollten Sie nicht als
Faktengräber kennen, sondern als Menschen, der lacht, empört oder erschüttert sein kann. Dafür bedarf es einer emotionalen Körpersprache. Das, was Sie sagen, muss aus Ihrem
Herzen kommen. Das macht erfolgreiche und charismatische Menschen aus.

Selbstreflexion und Übung

Ihr Inneres muss mit dem Äußeren übereinstimmen, Gedanken und Körpersprache müssen eine Einheit ergeben. Sprich, die Performance als Führungskraft muss zu Ihrer Persönlichkeit passen. Ihre „Rolle“ müssen Sie internalisieren, das erfordert permanente Selbstreflexion und Übung. Stellen Sie sich als Erstes folgende Fragen: Wie wollen Sie wirken? Was soll das Verhalten bezwecken? Wie wirken Sie jetzt? Wie nehmen andere Sie wahr? Klafft möglicherweise Selbst- und Fremdbild auseinander? Was müssen Sie dafür tun, damit es kongruent wirkt?
Haben Sie die Antworten gefunden, gilt es, die Erkenntnisse umzusetzen – gedanklich und körperlich. Und das erfordert intensives Training, denn es ist noch kein Meister vom Himmel
gefallen! An seiner Wirkung zu arbeiten, ist wie eine Reise in unbekannte Länder: Man entdeckt immer wieder neue, bereichernde Facetten, die den Horizont erweitern.

Monika Matschnig

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