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Carola Schneider: Wie kann ich im Shutdown eigentlich Azubis finden?

Sind auch Sie derzeit komplett ratlos, weil keine oder ungeeignete Bewerbungen für Ihre Ausbildungsplätze eintreffen? Wissen auch Sie nicht, welche Aktivitäten jetzt sinnvoll sind? Ihnen sind die Hände gebunden, weil es keine Begegnungen mit dem möglichen Fachkräftenachwuchs gibt. Keine Praktika, keine Messen, es gibt keine Veranstaltungen, keine Schulaktionen oder Gespräche. Sollte man sich stattdessen ins Online-Getümmel stürzen, damit man überhaupt was tut?

Insta, Youtube oder Online-Meetings und Webinare im Klassenraum?

Online-Aktivitäten sind geeignet, um ganz allgemein auf sich aufmerksam zu machen. Aber Online-Auftritte sind flüchtig, also schnell wieder vergessen. Es sei denn, man ist quasi auf allen Kanälen 24/7 on. Und auch dann muss man es erst noch schaffen, dass sich jemand in Bewegung setzt und eine Bewerbung abschickt oder wenigstens anruft. Ganz ehrlich? Ich würde diesen Weg derzeit nicht empfehlen. Dem Prinzip Hoffnung wird doch wieder die Enttäuschung folgen, verbrannte Ressourcen im Gepäck. Aber was denn dann? Wir brauchen doch Auszubildende.

Dann nutzen wir eben Bewerberportale. 

Hand aufs Herz, es geht um nichts weniger als den Weg, der wirklich zum Ziel führt. Bewerbungen über diesen Weg bekommen Unternehmen, die bekannt und begehrt sind. Die eigentlich auch sonst nur abwarten brauchen. Durch Zufall und mit Glück können zwar auch unbekanntere Firmen eine Perle abbekommen, aber das ist mehr als ungewiss. Oder Betriebe, die in den Vorjahren gute Schülerverbindungen aufgebaut haben, die könnten auch profitieren. Dennoch, die Anonymität dieser Portale ist bei den 14-16-Jährigen allgemein nicht beliebt.

Den Shutdown für Analyse und Strategie nutzen. 

Aber es gibt eine Lösung. Wessen Betrieb bisher kein Sehnsuchtsort für junge Leute ist und wer keine In-Berufsausbildung zu vergeben hat, braucht definitiv nicht resignieren. Der Shutdown bietet die einmalige Chance, in Ruhe eine neue Gesamtstrategie für die Azubigewinnung zu entwickeln. Eine „Customer Journey für Fachkräftenachwuchs“. Ein Konzept, mit dem man dann ab hoffentlich April beginnen kann, die Auszubildenden für September zu bekommen. Dann natürlich mit voller Kraft und ganzem Elan. Ein Programm, dass so gestickt ist, dass man es jederzeit der aktuellen Situation anpassen kann, auch im Sommer, im nächsten Schuljahr und darüber hinaus. Jetzt ist die Zeit für Analyse und Strategie in die Zukunft. Klingt banal?

Azubigewinnung nach Kalender und mit System 

Hinter erfolgreicher und nachhaltiger Azubigewinnung steckt immer ein System. Nicht eine Maßnahme oder zwei bringen den Erfolg. Nicht diese oder jene Variante ist die Lösung. Dazu kommt, die Schule ist ein ganz eigener Kosmos, der aus Schul- und Unterrichtszeiten, Ferien und Prüfungsterminen besteht. Man muss wissen, wann die Aufmerksamkeit für Berufsorientierung am größten ist und wann sie verpufft. Und das gilt in einer Zeit wie dieser ganz besonders. Setzen Sie beim ganz individuellen Kontakt zu Schulen an. Gerade jetzt. Ab dem Moment, wenn es wieder möglich ist. Und da Sie dann ja einen flexiblen Plan in der Tasche haben, wissen Sie auch ganz genau, wie Sie weiter verfahren werden. Klingt anstrengend?

Was also tun, um im Shutdown Azubis zu kriegen? 

Wer heute immer noch denkt, Azubifindung muss doch mal von alleine laufen, wird ewig erfolglos hoffen. Es ist genauso, als wenn Sie meinen, für Kundengewinnung hätten Sie jetzt genug getan. Also, wie können Sie im Shutdown Azubis finden? Auch wenn Sie immer noch nach dem ‚Kai aus der Kiste‘ suchen, eine zu Ende gedachte Gesamtstrategie ist die beste Lösung. Sie hatten auf was Einfaches gehofft? Ist es doch. Wenn der Plan steht, ist sehr klar, was zu tun ist.

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